Wenn es nach meinem Mann ginge,

dann hätten wir schon einen halben Bauernhof im Garten. Ich wehre mich momentan noch sehr erfolgreich gegen die Anschaffung eines Haustiers. Zumindest weiß ich bis jetzt noch nicht, wo genau der Vorteil bei einem Haustier sein soll. Zugegeben, meine Meinung zu diesem Thema ist etwas rigoros, aber ich kann mich einfach nicht dafür begeistern.

Mein Mann hätte am liebsten einen Hund, eine Katze, Hühner und weiß der Geier was noch. Er sieht den Spaß, ich die Arbeit. Da werden Männer wieder zu kleinen Kindern. Wenn ich an einen Hund denke, denke ich an tägliches Gassi gehen, Tierarztbesuche, Füttern, Bürsten und extreme Umstände, wenn man Mal in den Urlaub möchte. Vorteile hingegen ergeben sich mir nur im sehr überschaubaren Maße. Gut, man hat eine Aufgabe, fühlt sich vielleicht seltener allein und hat wieder eine Verantwortung einem Wesen gegenüber, aber das wiegt doch alles nicht den Dreck auf, den ein Hund verursacht.

Katzen mag ich ja gleich gar nicht. Diese Tiere sind mir suspekt. Sie zeigen ihrem Herrchen nie Liebe und sind sowieso so gut wie nie da. Das wäre natürlich in Sinne der Urlaubsproblematik von klarem Vorteil, denn eine Katze kann man besser allein lassen als einen Hund.

Jetzt, da ich mir alles noch einmal durchlese, merke ich, wie engstirnig ich eigentlich alles sehe. Das Problem ist nur, dass so ein Haustier nichts ist, was man mal eben ausprobieren kann. Wenn wir uns jetzt einen Hund kaufen, dann bleibt er mindestens 10 Jahre lang Bestandteil unseres Lebens, bei einer Katze wäre es ähnlich. Und selbst wenn ich mich daran gewöhnen würde, steht noch lange nicht fest, ob dies auch für unsere Nachbarschaft gilt. Alle an unser Grundstück angrenzenden Nachbarn haben einen Hund. Das Gebelle ist jetzt schon manchmal zu viel und ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn wir in der Mitte auch noch einen haben.

Ich werde mich wohl noch eine Weile mit dem Thema auseinandersetzen müssen und mich auf einem Haustierportal umgucken, um zu einer abschließenden Meinung zu gelangen.

Vom Eise befreit..

..sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.

Der Altmeister Goethe fasziniert doch immer wieder aufs Neue und jedes Jahr, wenn der Frühling kommt, erinnre ich mich seines Osterspaziergangs. Der Monolog, den Doktor Faust in Goethes berühmten Werk hält, spiegelt wirklich alles wieder, was mir in den ersten warmen Tagen durch den Kopf geht: dieses belebende Gefühl, dass ein langer, warmer Frühlingstag bewirkt, motiviert mich unheimlich.

In den letzten Tagen habe ich das gesamte Haus geputzt, den Flur neu gestrichen und mein Fahrrad wieder fit gemacht. Fahrrad fahren ist übrigens der beste Sport, den man im Alter betreiben kann. Mein Mann und ich fahren fast jeden Tag eine runde, setzen uns in ein schönes Cafe, trinken etwas und fahren wieder nach Hause.

Im Frühling ist es wirklich angenehm, ein Rentner zu sein, denn man kann die schönen Tage ganz unbeschwert genießen, es ist nicht zu heiß und die Stadt stört noch nicht so sehr wie dann im Sommer. Aber wisst ihr, was das beste am Frühjahr ist? Ich kann endlich wieder in den Garten und dort meine Tage verbringen. Ich glaube wirklich, dass das Schlimmste am Winter die Abstinenz von Gartenarbeit ist. Ich bin fast nur im haus und versuche mich mit Freizeitaktivitäten jedweder Art zu beschäftigen. Im Sommer ist das alles nicht nötig, denn ich habe meinen Garten!

Deshalb werde ich jetzt auch gar nicht mehr viel schreiben, sondern gleich wieder nach Draußen gehen und die Beete vorbereiten.

Kölle Alaaf!

Morgen geht die fünfte Jahreszeit zu Ende und hier in Köln kehrt wieder die Normalität ein. Diesem Ereignis sehe ich dann immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgehen. Natürlich bin ich froh, dass die Straßen dann nicht mehr von betrunkenen Jugendlichen bevölkert werden und alles wieder sauber ist, aber auf der anderen Seite mag ich den Karneval auch wirklich sehr.

Dann ist wenigstens mal etwas los und die Festzelte besuche ich auch sehr gern. In diesem Jahr waren die Büttenreden auch wesentlich kreativer als in den letzten Jahren und ich habe mich gestern köstlich amüsiert. Nur die Umzüge kann ich nicht mehr mitmachen, weil ich nicht so lange stehen kann.

Heute werde ich mit ein paar Freundinnen den Frauentag und das Ende des Karnevals feiern. Darauf freue ich mich wirklich. Irgendwie fühle ich mich gleich wieder jung, wenn ich mit meinen Freundinnen etwas unternehme. Wir hoffen, noch einen Platz bei einem Kabarett zu bekommen, um die Jecken-Zeit gehörig ausklingen zu lassen. Und morgen ist dann alles wieder wie immer.

Leider möchte ich dieses Portal auch nutzen, um einige Dinge anzukreiden, die mit dem Karneval verbunden sind. Selbst die Politik ist schon darauf aufmerksam geworden, dass immer mehr junge Menschen den Karneval zum Vorwand nehmen, um sich bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken. Ich fürchte, dass die wenigsten überhaupt wissen, worum es beim Karneval geht. Zugegeben, man soll es sich noch einmal richtig gut gehen lassen, bevor die Fastenzeit vor Ostern beginnt, aber das ist sicher nicht der Grund, aus dem diese Jugendlichen so viel trinken.

Ich finde das wirklich besorgniserregend. In diesem Jahr ist mir das zum ersten Mal wirklich gravierend aufgefallen. Da muss etwas unternommen werden, denn ich befürchte, dass sich unsere Jugend zu Tode säuft. Ich habe Mädchen gesehen, die morgens um 10 schon betrunken waren, dabei hätten sie sicherlich gerade in der Schule sein müssen.

Neues Design!

Sie ist ein Goldstück! Ich weiß, dass ich das schon so oft gesagt habe, aber es stimmt einfach. Ohne meine Enkelin würde hier nichts so funktionieren, wie ich es gern hätte und an diesem Wochenende hat sie sich schon wieder um mich und meinen Blog gekümmert. langsam sollte ich sie dafür bezahlen!

Dieses Mal haben wir an dem Design meines Blogs gearbeitet. Ich weiß ja nicht, ob ihr euch noch an das alter erinnert, aber ich fand es einfach nicht so passend. ich wollte gern etwas haben, das auf den ersten Blick zeigt, worum es in meinem Blog geht: nämlich mein Leben, die Freuden und Leiden, die man als älterer Mensch eben hat und die Auseinandersetzung mit dem Internet.

Ist mir das gelungen? Ich wollte eben auch keine Schnörkel und keinen Schick Schnack. Das passt nicht zu mir. Trotzdem habe ich das Gefühl, langsam aber sicher eine grobe Idee von dem Medium Internet zu erhalten. Es gibt schon einige Dinge, die ich auch ohne die Hilfe meiner Enkelin schaffe und ich verstehe auch, warum ich das mache. Ich weiß, dass das für viele von euch vielleicht lustig klingen mag, aber für mich sind das echte Fortschritte. Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich einmal eine eigene Internetseite haben werde, auf der ich über mein Leben schreibe. Aber ich werde schon wieder sentimental!

mich interessiert jetzt erstmal eure Meinung zu dem neuen Design. Das Bild kann ich auch ändern, das ist wohl nicht so kompliziert.