Vom Eise befreit..
..sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.

Der Altmeister Goethe fasziniert doch immer wieder aufs Neue und jedes Jahr, wenn der Frühling kommt, erinnre ich mich seines Osterspaziergangs. Der Monolog, den Doktor Faust in Goethes berühmten Werk hält, spiegelt wirklich alles wieder, was mir in den ersten warmen Tagen durch den Kopf geht: dieses belebende Gefühl, dass ein langer, warmer Frühlingstag bewirkt, motiviert mich unheimlich.
In den letzten Tagen habe ich das gesamte Haus geputzt, den Flur neu gestrichen und mein Fahrrad wieder fit gemacht. Fahrrad fahren ist übrigens der beste Sport, den man im Alter betreiben kann. Mein Mann und ich fahren fast jeden Tag eine runde, setzen uns in ein schönes Cafe, trinken etwas und fahren wieder nach Hause.
Im Frühling ist es wirklich angenehm, ein Rentner zu sein, denn man kann die schönen Tage ganz unbeschwert genießen, es ist nicht zu heiß und die Stadt stört noch nicht so sehr wie dann im Sommer. Aber wisst ihr, was das beste am Frühjahr ist? Ich kann endlich wieder in den Garten und dort meine Tage verbringen. Ich glaube wirklich, dass das Schlimmste am Winter die Abstinenz von Gartenarbeit ist. Ich bin fast nur im haus und versuche mich mit Freizeitaktivitäten jedweder Art zu beschäftigen. Im Sommer ist das alles nicht nötig, denn ich habe meinen Garten!
Deshalb werde ich jetzt auch gar nicht mehr viel schreiben, sondern gleich wieder nach Draußen gehen und die Beete vorbereiten.