15 Dez 2010, 3:41pm
Alltag
by SHieven

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Mittel und Wege zur Grauhaarabdeckung

Wie jeder in meinem Alter habe ich das Problem, dass meine Haare fast komplett ergraut sind. Nun gibt es ja viele Mittel und Wege, die Besserung versprechen, aber die meisten funktionieren nur bedingt.

Zum Beispiel die handelsüblichen Haarfarben. Die Meisten versprechen ja eine optimale Grauhaarabdeckung, aber wenn man auch noch normalfarbige Haare zwischen den grauen hat, wird es immer unregelmäßig und fleckig. Ich habe eigentlich dunkelbraune Haare, weshalb die grauen doch sehr stark auffallen. Schwarz färben möchte ich sie auch nicht, weil ich finde, dass man dann immer krank aussieht.

typischer Hersteller von Harrfarbe

Dann habe ich diese Re-Nature-Produkte getestet und bin wirklich sehr enttäuscht. Das sind auch bloß Haarfarben, die nur nicht so stark decken, wie die anderen Produkte. Das ist wirklich totale Abzocke und ich kann nur jedem davon abraten.

Meine Enkelin hat mir dann Hennafarben empfohlen. Das sind Farben auf Pflanzenbasis, die umweltfreundlicher sind und dem Haar nicht so sehr schaden. Der Farbstoff wird aus dem Hennastrauch gewonnen, der meist in Nordafrika wächst. Man kennt das vor allem von diesen Tattoos, die sich die Inderinnen immer aufmalen. Jedenfalls habe ich meine Haare jetzt mal damit gefärbt und bin doch positiv überrascht. Die Farbauswahl ist zwar nicht so groß (eigentlich gibt es nur braun und rot), aber dafür decken die Farben gut und gleichmäßig und schonen auch noch das Haar.

Frau mit Ziege

Einen Tipp habe ich noch: Man sollte auf keinen Fall schwarze Hennafarbe nehmen und sich auch keine Farbe aus dem Ausland mitbringen, weil da chemische Zusatzstoffe beigemischt sein können, die eine ätzende Wirkung haben. Das ist ziemlich gefährlich für Haut und Haar und kann zu Verbrennungen führen. Darüber habe ich auch neulich einen Bericht im TV gesehen, in dem sich Touristen Tattoos mit Henna haben aufmalen lassen und danach schwere Verbrennungen der Haut erlitten.

7 Dez 2010, 3:15pm
Alltag
by SHieven

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wann ist man zu alt?

Hohes Alter zu definieren ist immer schwierig. Ich persönlich würde schon von mir sagen, dass ich alt bin, aber ich bin nicht gebrechlich, sondern noch ganz gut drauf und deshalb fühle ich mich jünger, als ich tatsächlich bin. Die Frage ist nur, ob dieses “sich jünger fühlen” immer so gut ist.

Ich musste mir gestern zwangsläufig diese Frage stellen, als ich in einem überfüllten Bus nach Haus gefahren bin. Im Winter sind die öffentlichen Verkehrsmittel ja generell voller, weil sich viele, mich eingeschlossen, nicht mehr mit dem Auto nach Draußen trauen. Ich saß also im Bus, ein klarer Vorteil, wenn man älter ist, und beobachtete, wie ein älterer Herr mit einem Kind einstieg und sich zwischen die Menschenmassen quetschte. Das Kind begann zu weinen, weil es zwischen all den Beinen und in der Enge offensichtlich Angst bekam und nach seinem Papa schrie. Der ältere Herr war also der Vater und nicht der Opa. ich war etwas verwundert, aber das ist ja heutzutage nichts seltsames mehr. Was mich dann aber doch aufregte war, dass ein junger Mann den Vater fragte, weshalb er denn Sein Kind nicht auf den Arm nimmt und dieser antwortete, dass er für so etwas zu alt sei und seine Bandscheiben das nicht zulassen würden.

In so einem Fall kann ich nicht verstehen, weshalb man sich dann noch ein Kind anschafft, wenn man offensichtlich zu alt ist, um dem Kind alle Bedürfnisse zu erfüllen. Das hat mich so geärgert. Dieses arme Geschöpf musste voller Angst zwischen fremden Beinen stehen, weil der Vater zu alt war. ich habe ihm dann meinen Platz angeboten, damit sich die kleine auf seinen Schoß setzen konnte.

Im hohen Alter kann man maximal noch als Oma auf die Enkel aufpassen, aber die zeit für ein eigenes Kind ist irgendwann um. Das habe ich zumindest aus der Situation gelernt. letztendlich sind es nämlich die Kinder, die darunter leiden, dass sie zum Beispiel nicht richtig mit ihren Eltern spielen können.

30 Nov 2010, 12:48pm
Alltag
by SHieven

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was eigentlich jeder wusste..

…wurde nun vom Spiegel abgedruckt, mit hübschen Bildern untermauert und präzisiert: die angebliche Wahrheit über unsere Politiker. ie Einschätzungen des in Berlin stationierten US Botschafters Philip Murphy sind nun an die Öffentlichkeit geraten und belegen eigentlich nur das, was sowieso schon jeder weiß.

Trotzdem werden diese angeblichen Enthüllungen in der Presse hochgeputscht, als wäre es der Skandal des Jahrhunderts. Um herauszufinden, was nun an diesen Enthüllungen so brisant ist, habe ich mir heute den Spiegel gekauft und war ziemlicgh enttäuscht. Dass Westerwelle ein Tunichtgut und Merkel sehr robust ist, wusste ich auch schon vor der Lektüre der großen Deutschen Zeitung.

Dennoch war es teilweise sehr, sehr amüsant zu lesen, wie unsere Politiker von außen eingeschätzt werden. In seinem Rechtfertigungsinterview bestritt der US Botschafter jedenfalls nicht, diese Dinge gesagt zu haben, er versuchte nur, sich etwas auf der Misere heraus zu manövrieren. Anhand des Interviews kann man, so glaube ich, erkennen, dass die Enthüllungen nicht aus der Luft gegriffen, sondern tatsächlich wahr sind.

Aber wie schon angedeutet: ich habe nichts neues Erfahren, meine meinung wurde im Prinzip nur bestätigt. So wurden Theodor zu Guttenberg als kompetent und und Renate Künast als eher graue maus eingeschätzt und dem habe ich nichts entgegenzusetzen. der einzige, der meiner Meinung nach zu gut davongekommen ist, ist unser Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Sein Kampf gegen den Terror wurde sehr positiv bewertet und damit gehe ich weiß Gott nicht konform. Schäuble beschneidet unsere Privatsphäre und interessiert sich nicht wirklich für den Schutz der Persönlichkeit. Leider ist das genau der Kurs, den auch die Amerikaner einschlagen, weshalb er eben auch si gelobt wird.

Naja, insgesamt sieht man an der Meinung und Haltung des Botschafters die generelle Einstellung der Amerikaner. Ihre Arroganz und Selbstsicherheit widert mich an. Anstatt sich zu entschuldigen oder zu rechtfertigen bestätigt der botschafter nur noch einmal, was der Spiegel enthüllt hat. Außer den USA könnte sich wohl keine Nation einen solchen Skandal leisten ohne, dass sich daraus Konsequenzen ergeben.

Ich bin trotzdem gespannt auf die Reaktion unserer Politiker, auch wenn diese wohl, so fürchte ich, sher verhalten ausfallen wird.

26 Nov 2010, 1:15pm
Allgemein Alltag
by SHieven

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Google Street View: ich habe es verstanden!

Ich hatte gestern wieder eines dieser tollen Gespräche mit meiner Enkelin. Ich liebe es wirklich, wenn sie vorbei kommt, weil wir dann stundenlang über alles reden können. Ich backe dann einen Kuchen und koche Kaffee und wir setzen uns zu mir in die Wohnstube und besprechen alles, was uns so passiert ist.

Es ist irgendwie ein bisschen seltsam, aber sie ist fast wie eine Freundin von mir. Das schöne an unseren Gesprächen ist, dass sie mich an ihrer Welt teilhaben lässt und mir eben viele Dinge erklärt, die mit Computern zusammen hängen. Gestern haben wir uns zum Beispiel sehr lange über dieses Street View unterhalten, das Google jetzt gemacht hat.

Ich hatte ja in den Nachrichten schon viel davon gehört, es aber nie wirklich in einen Zusammenhang gebracht. Also Google hat alle deutschen Straßen und Häuser abfotografiert, um im Internet dann eine Art Rundgang von Deutschland zu zeigen. Das habe ich schon soweit verstanden. Und darüber haben sich dann viele Menschen aufgeregt, weil sie ihre Häuser nicht für jeden sichtbar im Internet haben wollten.

Wir haben uns dann Köln und unsere Straße angesehen und uns gefreut, dass unser Auto gerade vor der Tür steht. Dann haben wir noch einen Rundgang durch Berlin gemacht. Ich war ja seit gut 15 Jahren nicht mehr da. Die Stadt hat sich sehr verändert, denn jetzt sieht alles so gepflegt aus. Ich kann mich erinnern, dass Berlin kurz nach der Wende sehr dreckig und heruntergekommen aussah. Jetzt gibt es ja das neue Kanzleramt und den Hauptbahnhof. So sollte eine Hauptstadt aussehen.

Obwohl ich jetzt trotzdem noch sagen muss, dass ich es auch verstehen kann, wenn Menschen nicht wollen, dass man ihr Haus sieht. Es ist schon ein sehr großes Stück Privatsphäre, die da preis gegeben wird.

23 Nov 2010, 3:33pm
Alltag
by SHieven

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Uschi ist glücklich..

Ich hatte ja schon einmal von meiner Freundin Uschi erzählt, die jetzt in eine Wohanlage für altersgerechtes Wohnen umgezogen ist. Zunächst war ich wirklich skeptisch, ob sie das alles so einfach übersteht. Immerhin ist sie ja jetzt zum ersten mal seit über 40 Jahren wieder umgezogen und das in ihrem sehr labilen Zustand.

Aber offensichtlich scheint ihr das Wohnkonzept gut zu gefallen. Dank unserer Hilfe und der meiner Familie konnte sie sogar einige ihrer alten Möbel mitnehmen. Jetzt sieht ihr neues Zimmer fast so aus wie ihr altes Wohnzimmer, nur, dass jetzt eben noch ein Pflegebett darin steht.

Ich glaube, dass es ihr so gut gefällt, weil sie wirklich Glück mit ihrem Wohnblock hatte. Sie hat ein eigenes kleines Bad und eine Küchenecke, in der sie sich, wenn sie es denn möchte, selbst etwas kochen kann. Es sieht schon aus wie eine richtige kleine Wohnung mit der Offerte eines Pflegedienstes, wenn man ihn benötigt. Ich bin jetzt doch ein wenig mehr von dieser Art zu wohnen überzeugt und eben wirklich froh, dass es Uschi damit gut geht.

Gestern war ich sie besuchen und wir haben ein wenig geplaudert. Sie hat mir erzählt, dass sie in der Anlage schon sehr viele nette, neue Bekanntschaften gefunden hat und dass sie viel gemeinsam unternehmen. Demnächst wollen sie sich alle zum Plätzchen backen treffen und Weihnachten dann gemeinsam feiern. Das klingt wirklich sehr schön, denn so hat sie wesentlich mehr Gesellschaft als in ihrer alten Wohnung. Ich hatte schon überlegt, sie Weihnachten zu uns einzuladen, aber das scheint nun gar nicht mehr nötig zu sein.

Die Preise sind natürlich nicht die billigsten, aber Uschi hat ja kaum noch andere Ausgaben neben Essen und der Miete. Und sie wirkt wieder glücklicher. Das ist ja das allerwichtigste. Ich habe mir in letzter zeit wirklich große Sorgen um sie gemacht, aber nun lebt sie wieder richtig auf. Gott sei Dank.

19 Nov 2010, 3:27pm
Alltag
by SHieven

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Terrorwarnung: Was soll ich davon halten?


Es ist ja aus den Nachrichten gar nicht mehr wegzudenken: die Terrorwarnung! Gestern waren alle Medien davon überflutet und auch heute lassen die Horrormeldungen kaum nach. Obwohl es wenigstens eine Entwarnung gibt: der gestern in Namibia in einer Air Berlin gefundene Koffer ist höchstwahrscheinlich von einem deutschen Sicherheitsdienst platziert worden, um die Maßnahmen zu testen.

Dieser Test kam entweder zu einem sehr günstigen oder sehr ungünstigen Zeitpunkt- ich kann mich da nicht ganz entscheiden. Natürlich ist es gut zu wissen, dass verdächtige Pakete sofort aufgespürt werden, aber auf der anderen Seite schürt das ja die Panik vor einem Anschlag noch viel mehr.

Ich wohne in Köln und muss eigentlich fest damit rechnen, dass mich ein Anschlag treffen könnte. Allerdings mache ich mir weniger Sorgen um mich. Ich bin schließlich schon älter. Aber um meine Familie sorge ich mich, denn die wohnen fast alle im Stadtzentrum und müssen so gut wie jeden Tag am Hauptbahnhof vorbei. Und auch wenn jetzt viele Menschen versuchen, die Gefahr herunterzuspielen: mir macht es sehr wohl Angst!

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass unser Innenminister so eine Pressekonferenz abhalten würde, wenn es keine fundierten Beweise für das Bevorstehen eines Terroranschlags hätte. Mein Mann versucht auch mich zu beruhigen, aber diese Nacht habe ich ganz schlecht geschlafen. Hoffentlich helfen die Sicherheitsvorkehrungen und wir entgehen einem Anschlag. Allein die Vorstellung daran, dass in Deutschland etwas ähnliches wie 2001 in den USA passieren könnte, nimmt mir die Luft zum atmen.

Damit stehe ich sicherlich nicht allein da uns ich kann nur hoffen, dass sich unsere Regierung der großen Gefahr wirklich bewusst ist, die da auf unser Land zukommt.

16 Nov 2010, 9:04am
Alltag Hobby
by SHieven

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ich habe es geschafft!

Die Familienfeier liegt hinter mir und ich brauche jetzt eine Woche Urlaub. Na gut, vielleicht keine ganze Woche, aber wenigstens einen Tag. Bis eben habe ich noch die letzten Reste weggeräumt und nun glänzt die Küche wieder wie vorher. Zum Glück gibt es inzwischen Spülmaschinen. Als ich früher noch keine hatte, war das Aufräumen nach solchen Geburtstagen noch viel zeitaufwändiger.

Doch jetzt sind alle Teller und Tassen verstaut, alle Gläser poliert und die leeren Flaschen entsorgt. Und so habe ich wohl die letzten schönen warmen Tage des Jahres mit dem Aufräumen und Putzen verbracht.

Es ist wie immer so viel übrig geblieben, dass sich mein Mann und ich noch den Rest der Woche davon ernähren könne, aber das hatte ich ja prophezeit. Nun gönne ich mir also ein paar Tage Ruhe. Früher hätte ich so einen Geburtstag am Wochenende mit Leichtigkeit ausgerichtet und wäre am Montag wieder auf Arbeit gegangen, doch jetzt ist mir das alles etwas zu viel Stress. Man muss alle bewirten und am längsten wach bleiben. Hier zeigt sich dann doch mein hohes Alter.

Ich mag diese Momente ja überhaupt nicht, in denen ich mein Alter spüre, aber sie nehmen kontinuierlich zu. Um dem Abhilfe zu verschaffen, werde ich mich gleich wieder dem Yoga widmen. Das musste ich in den letzten Tagen etwas vernachlässigen und habe eigentlich sofort gemerkt, wie sehr mir die Bewegung fehlt. Ohne meine Stunde Yoga am Tag fühle ich mich nicht fit und meine Gelenke schmerzen.

Wer hätte gedacht, dass ich in meinem hohen Alter noch abhängig von etwas werden kann? Und ich warf die letzte, die dachte, dass diese Abhängigkeit sich ausgerechnet im Sport niederschlägt. Früher war ich gar nicht so aktiv, bin vielleicht mal ein wenig Fahrrad gefahren oder war mit meinem Mann wandern. Erst im Rentenalter habe ich begonnen, regelmäßig Sport zu treiben und ich muss zugeben, dass es mir gut tut.

Inzwischen ärgere ich mich, dass ich nicht schon früher damit begonnen habe. Vielleicht hätte ich mir dadurch das ein oder andere Leiden erspart.

12 Nov 2010, 1:07pm
Alltag
by SHieven

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Familienfeier=Panik

Es steht mal wieder ein Familiengeburtstag ins Haus und das bedeutet für mich nichts als Stress. Während sich andere am Buffet laben, muss ich arbeiten. Ich denke, dass jede Frau dieses Problem kennt: jemand hat Geburtstag und die ganze Familie kündigt sich zu Kaffee und Abendbrot an.

Leider liebt es mein Mann, die ganze Familie zu seinem Geburtstag im Haus zu haben und deswegen konnte ich ihn nicht überzeugen, die Feierlichkeit in eine Gaststätte zu verlegen- sehr zu meinem Leidwesen. Was bedeutet das nun für mich? ich muss Kuchen backen und zwar mindestens drei Stück, sonst glaubt seine Schwester wieder, ich wäre geizig oder faul. Also muss eine Torte her und 2 Blechkuchen. Ich glaube, dass mir das jetzt sehr viele Frauen nachfühlen können.

Es ist dann aber mit dem Kaffee nicht getan, sondern man muss sich, während sich die Familie an der Bowle vergnügt, mit den Vorbereitungen für das Abendbrot beschäftigen und auch hier gilt wieder: üppig muss es sein und am besten viel zu viel, damit die Verwandtschaft dann ganz erstaunt aufrufen kann: “Sandra, das ist doch viel zu viel!” aber in Wirklichkeit würden sie sich über die Hälfte, die sicherlich auch ausreichen würde, hinter meinem Rücken beschweren.

Das ist in etwa das Szenario, das mich auf jeder Familienfeier begrüßt und weshalb ich immer schon 3 Tage vorher nicht mehr richtig schlafen kann, weil ich so viel zu tun und Angst habe, es nicht rechtzeitig fertig zu bekommen. Ich habe ehrlich schon darüber nachgedacht, die Meinung der anderen zu ignorieren und wirklich nur die Hälfte aufzutischen, aber ich möchte meinen Mann nicht enttäuschen. Also werde ich Morgen backen, rühren und kochen, was die Küche hergibt und wieder einmal einen stressigen Samstag erleben, an dem jeder außer mir Spaß hat.

9 Nov 2010, 10:47am
Allgemein
by SHieven

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Doku: Unter Piraten

Am Sonntag haben mein Mann und ich eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, die mich wirklich tief bewegt hat. Die RTL Reporterin Antonia Rados hat sich unter Einsatz ihres Lebens nach Somalia begeben, um dort das Leben der Piraten zu erforschen. Ich habe wirklich selten so mitgefiebert, wie bei dieser Dokumentation.

Die Reporterin ist zunächst mit ihrem Team nach Somalia geflogen, was übrigens als gefährlichstes Land der Welt gilt und hat sich dann mit Hilfe von ehemaligen Militärs in ein Fischerdorf fahren lassen, welches als Hochburg von Piraten gilt. Selbst die Fahrt dahin war schon spannend anzusehen. Ständig musste der Konvoi anhalten, weil andere Piraten Straßensperren aufgebaut hatten.

Im Dorf durften sie sich dann mit den ältesten unterhalten und stellten fest, dass die meisten Piraten eigentlich gar keine sein wollen. Die meisten wären gern wieder Fischer, aber die großen ausländischen Fischerboote verwehren ihnen diesen Wunsch, weil sie die somalische Küste hemmungslos leer fischen. Ob man ihnen nun glauben kann oder nicht, dass sie den durch die Piraterie erworbenen Luxus wirklich lieber wieder gegen ein armes Fischerleben eintauschen wollen, sei erst einmal dahingestellt. Wenn man nämlich sieht, dass sich die Piraten so etwas wie Handys oder mehrere Frauen leisten können, kann ich mir das schlecht vorstellen.

Ich fand es außerdem sehr erschreckend, dass auch Jugendliche schon intensiv in das Geschäft eingebunden werden. Sie werden als Wachposten angeheuert und verdienen so vergleichsweise viel Geld (pro Auftrag rund 4000 Dollar, im Vergleich dazu verdient der Dorflehrer 50 Dollar im Monat).

Leider konnten die Reporter dann nicht mehr mit auf ein gekapertes Schiff fahren, das übrigens schon seit über 8 Monaten festgehalten wurde. Auf der Rückreise erfuhren die Reporter dann, dass radikale Islamisten ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt hatten und dass sie so schnell wie möglich fliehen mussten.

Eventuell wurde auch hier wieder etwas übertrieben, aber diese Dokumentation inmitten von Piraten hat mich doch tief beeindruckt. So ein Reporter hat schon einen gefährlichen Job und ich hoffe, dass Frau Rados für ihr Engagement einen Preis erhält.

5 Nov 2010, 3:47pm
Hobby
by SHieven

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Yoga: erste Gehversuche

Ich habe ja berichtet, dass ich mir ein Yoga-Buch bestellt habe. Ich bin ja überrascht, wie schnell das mit Amazon alles funktioniert hat. Ich habe dort vorher noch nie etwas bestellt und muss sagen, dass das eine tolle Sache ist. Wie auch immer, zwei Tage nach meiner Bestellung bei Amazon kam das gewünschte Buch und ich habe auch gleich angefangen, es zu lesen. Ich dachte, dass nach meiner Rückenverletzung ein wenig Yoga nicht falsch sein kann und in dem Buch werden auch extra Übungen gezeigt, die bei Rückenbeschwerden helfen.

Buddha in Yogaposition

Das Buch von der Amerikanerin Suza Francina mit seinen 335 Seiten führt mit vielen Bildern und guten Erklärungen in die Welt des Yoga ein. Gleich zu Beginn schreibt sie: „Keine Bevölkerungsgruppe profitiert mehr vom Yoga als Menschen über 50. Die zeitlose Weisheit des Yoga, das Wissen um die großen Perspektiven für Körper, Geist und Seele gehen mit der zunehmenden Erfahrung und Reife des Menschen einher.“ Und damit hat sie hoffentlich recht.

Jedenfalls ist das Buch, soweit ich es auf den ersten Blick beurteile, auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit bestimmten Problemen, die man im Alter eben hat. Ich habe mal in das Osteoporose Kapitel hineingelesen, weil ich auch ab und an Knieprobleme habe. Dort wird mit vielen Übungen gezeigt, wie man die müden Gelenke wieder auf Trapp bringen kann, ohne sich zu überfordern.

In den Randbemerkungen beschreibt die Autorin dann noch Dinge wie Herkunft, Ziel und tieferer Sinn der  Yoga-Lehre, damit man auch noch ein paar Hintergrundinformationen erhält. Auch Warnhinweise sind gut erläutert, weil eben nicht jeder alles machen kann. So wird zu jeder Übung eine Beschreibung geliefert, die erklärt, wofür sie gut ist und, wer es lieber nicht probieren sollte. Die schwarz-weißen Bilder, übrigens bis jetzt mein einziger Kritikpunkt, zeigen gut, welche Position man einnehmen muss, um die Übung korrekt durchzuführen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob ich mich danach wirklich besser fühle. Die ersten Übungen haben schon viel Spaß gemacht.